Übersicht

  1. Einleitung BeLUG-Buchrezensionen (Hinweise für interessierte Rezensenten der Belug)
  2. Down Griffiths: Statistik von Kopf bis Fuß (Deutsche Übersetzung von Jörg Beyer) ISBN: 978-3-89721-891-8
  3. Randal L. Schwartz, Tom Phoenix& Brian d Foy: Einführung in Perl (Deutsche Übersetzung von Jorgen W. Lang) ISBN 978-3-89721-887-1
  4. Martin Dietze: Praxiskurs Unix-Shell ISBN 978-3-897-21-565-8
  5. Mark Pilgrim: Durchstarten mit HTML5 (Deutsche Übersetzung von Lars Schulten) ISBN 978-3-89721-571-9
  6. Cricket Liu: DNS und BIND im IPv6 - kurz & gut (Deutsche Übersetzung von Kathrin Lichtenberg) ISBN 978-3-86899-180-2
  7. Heinrich Fritzlar et.al.: Open Source im Public Sector ISBN 978-3-86488-013-1
  8. Paul Berry und Down Griffiths:Programmieren von Kopf bis Fuss(Deutsche Übersetzung von Jörg Beyer) ISBN 978-3-89721-992-2
  9. Alan Schwartz: SpamAssassin (Deutsche Übersetzung von Andreas Bildstein) ISBN 3-89721-393-1

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Buchrezension:  Statistik von Kopf bis Fuß (30.12.2011)


Buchcover

Down Griffiths: Statistik von Kopf bis Fuß

Deutsche Übersetzung von Jörg Beyer
O'REILLY Beijing, Cambridge, Köln, Sebastopol, Taipei, Tokio 2009
www.oreilly.de/catalog/hfcstatistikger/index.html
ISBN: 978-3-89721-891-8
34,90 Euro

Das Buch „Statistik von Kopf bis Fuß“ von Down Griffiths ist kein  Lehrbuch der mathematischen Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Vielmehr leitet die Autorin all jene, die mit Datenerhebung und der Darstellung wissenschaftlicher Ergeb-nisse, ökonomischer Erfolgsbilanzen oder Güteeinschätzungen in Produktionsbetrieben befaßt sind, durch spielerischem Umgang mit Beispielen zu sorgfältigem logischem Denken an.  Komplexität und Schwierigkeitsgrad steigert sie allmählich und jedes Kapitel wird mit kleinen Testaufgaben abgeschlossen, so dass der Leser umgehend überprüfen kann, ob sie oder er die Thematik auch wirklich verstanden hat. Für noch Unsichere stellt Griffiths unter der Rubrik ''Es gibt keine dummen Fragen'' eben jene Fragen selbst und beantwortet sie zugleich präzise.

Das Buch übt die richtige visuelle Darstellung  der gezählten oder gemessenen Ergebnisse, den richtigen Umgang mit Mittelwerten, deren Spannweite und Streuung, das Problem von Ausreißern, sowie die Einschätzung des Risikos einer Fehleinschätzung der ermittelten Ergebnisse.
Man erlernt spielerisch die Anwendung von geometrischer, binominaler, Poisson-, sowie vor allem von Normal- und CHI-Quadratverteilung. Auch Regression und Korrelation werden behandelt. Immer wieder geht die Autorin auf die richtige Stichprobenauswahl ein.

Hat man die vergnüglichen Übungen beendet und legt das erfreuliche Buch zur Seite, so hat man eine Menge über Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Testauswertung etc. gelernt. „Statistik von Kopf bis Fuß“ muss wohl doch ein Lehrbuch sein, ein sehr gutes und unterhaltendes auch.

Im 3. Semester meines Chemiestudiums wäre ich dankbar gewesen, dieses Buch besessen zu haben, statt mich in einer trockenen Vorlesung über Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik zu langweilen. Jedem, der mit experimentellen Aufgaben befasst ist, gleich ob Student, Diplomant, Doktorant oder Qualitätskontrolleur, ob Naturwissenschaftler, Mediziner, Psychologe oder Ökonom, kann man das Buch nur wärmstens empfehlen. Einer künftigen neuen Auflage dieses wertvollen Buches wünsche ich ein Kapitel über statistische Ausreissertests.

Rezension: Claus Schäfer (30.12.2011)

Berliner Linux User Gruppe

 

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Buchrezension: Einführung in Perl (10.04.2012)


 

 

Randal L. Schwartz, Tom Phoenix& Brian d Foy:  

 Einführung in PerlEinführung in Perl

5. Auflage O'Reilly Verlag Bejing Cambrigde Farnham Köln Taipei Tokyo

www.oreilly.de/catalog/pdf_lernperl5ger/

Deutsche Übersetzung von Jorgen W. Lang
Euro 34,90

ISBN 978-3-89721-887-1

' Einführung in Perl ' ist ein Buch sowohl für Anfänger, die beginnenwollen, diese elegante Programmiersprache zu erlernen, als auch fürFortgeschrittene, die bereits Übung im Verfassen von Perlskripten haben. Nach einer Einleitung über die typographischen Konventionen, die Historie dieses Buches und von Perl, sowie einer kleinen Blitztour zu Perl, folgen weitere sechzehn Hauptkapitel und zwei Anhänge A + B.

Die Kapitel 2 bis 6 liefern, witzig und didaktisch klug geschrieben, das wichtigste Handwerkszeug zur sauberen Anwendung dieser schönen Sprache. Dabei wird immer wieder auf die Wichtigkeit eines sauberen Programmierstils hingewiesen. Perl kann mit Fehlern reagieren, wenn dies einmal nicht der Fall ist. Am Ende jeden Kapitels stehen Übungsaufgaben, sowie im Anhang A die dazugehörenden, wie ich finde sehr eleganten Lösungsvorschläge.

Wesentlichen Inhalte des 2. Kapitels sind der Umgang mit Zahlen, Strings und skalaren Variablen, interne Warnungen, Ausgaben mittels print, Kontrollstrukturen mit if und while, Eingaben und der chomp-Operator.

Das nächste Kapitel behandelt den Umgang mit Feldern (Arrays) und Listen,nebst den dafür notwendigen Operatoren, Kontrollstrukturen mit foreach, Interpolation von Arrays in Strings und Eingaben im Listenkontext.

Im vierten Kapitel werden dann ausführlich die Definition von Subroutinen und deren Abruf, skalare und nicht-skalare Rückgabewerte, die Gültigkeit privater Variablen, sowie die Übergabe von Parametern variabler Länge behandelt.

Im folgenden Kapitel finden sich Darlegungen zur Eingabe mittels chomp-Operator, sowie zum Prüfen des Dateiendes mit einer while- oder foreach-Schleife. Weitere Themen dieses Kapitels sind Eingaben mit dem Diamantoperator, unformatierte oder formatierte Ausgaben auf STDOUT, und der Umgang mit Dateihandles.

Das 6. Kapitel befasst sich ausschließlich mit der Hashfunktion. Es wird ihre Anwendung, der Zugriff auf deren Elemente und eine Vielzahl nützlicher Funktionen zur Pflege der in ihr gespeicherten Parameter erklärt.

Nach Lektüre der Kapitel 1 bis 6 und etwas Training besitzt man ein gutes Rüstzeug, um Computerprogramme nach seinen eigenen Vorstellungen in Perl zu realisieren.

Die Kapitel 7 bis 9 behandeln die Anwendung regulärer Ausdrücke. Diese drei Kapitel sind, im Gegensatz zu den vorhergehenden, nicht immer von Anfängern nachvollziehbar. Es fehlen hier konkrete Beispiele, die das Verstehen und Anwenden regulärer Ausdrücke besser trainieren helfen.
Hat man jedoch bereits Erfahrungen mit sed, awk, grep, find oder ähnlichen Programmen, so sind diese Kapitel eine wesentliche Ergänzung, um Perl mit Hilfe regulärer Ausdrücke in der Systemadministration anzuwenden.

Das 10. Kapitel befasst sich mit weiteren Kontrollstrukturen wie beispielsweise unless, else, until, elsif, for, last oder next, sowie dem Umgang mit logischen Operatoren.

Kapitel 11 erläutert, wie Module zu bestimmten Problemlösungen gefunden und mittels CPAN installiert werden können. Im Besonderen wird auf das Datenbankmodul DBI hingewiesen. Tipp: Das wertvolle Modul DBI wird im Buch "Programmierung mit Perl DBI" (ebenfalls im O'Reilly Verlag erschienen) ausführlicher behandelt.

Alles in allem ein begeisterndes Buch, dem noch viele neue Auflagen zu wünschen sind. Kürzlich erschien die 6. Auflage (http://www.oreilly.de/catalog/learnperl6ger/index.html).

Rezension: Claus Schäfer (10.04.2012)

Berliner Linux User Gruppe e.V.

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Buchrezension: Praxiskurs Unix-shell (15.05.2012)


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Martin Dietze:  Praxiskurs Unix-Shell

1. Auflage 2011 O´Reilly Verlag
Beijing Cambridge Farnham Köln Sebastopol Tokyo
ISBN 978-3-897-21-565-8   Euro 19,90

Das Buch Praxiskurs Unix Shells ist kein Nachschlagewerk oder Aufbaubuch für erfahrene Systemadministratoren. Es wendet sich in erster Linie an diejenigen, die kürzlich vom Betriebssystem Windows zu einem Unixsystem mit seinen graphischen Benutzeroberflächen gewechselt sind und nun nach Einarbeitung in dieses System darauf neugierig geworden sind, so wie andere Unixianer bzw. Linuxianer, das Programm von der Kommandozeile aus kennenzulernen. Dazu ist das Werk gut geeignet, vorausgesetzt, der Leser besitzt gewisse Grundkenntnisse des Programmierens.
Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Philosophie der Unix-Shell-Familie und einen ersten forschenden Blick in die /etc/passwd-Datei. Nach einem kurzen Überblick über die Kommandozeileneditoren emacs und vi, und die Historie-Funktionen der Shells,wird das Arbeiten mit Dateien, Dateitypen, Dateisysteme, das Einbinden derselben (mount, umount, /etc/fstab ), Zugriffsrechte und ihre Verwaltung, die Benutzer und Gruppenverwaltung, Werkzeuge zur Verzeichnis- und Dateibearbeitung, Wildcards und Quoting werden ausführlich und sehr verständlich dargestellt.
Der folgende Abschnitt behandelt die Ein- und Ausgabe, deren Umlenkungswerkzeuge, Variablenzuweisung und -löschung, Aliase, Pipes, Befehle und Befehlsverkettungen, Klammerungen, Kommandoersetzungen, Prozesse, deren Ausführung auch im Hintergrund, Prioritäten und Rückgabewerte.
Das nächste Kapitel umschließt die Anpassung der Arbeitsumgebung. Im Vergleich zu den vorhergehenden vier Kapiteln, ist dieses recht spartanisch gehalten und lädt, abgesehen vom Umgang mit der Path-Variablen, nicht gerade zum Experimentieren ein und bleibt dem noch Unerfahrenen weitgehend verschlossen.
Die folgenden Kapitel behandeln die Datenverarbeitung mit Hilfe der Shell und die dazugehörigen Werkzeuge im Besonderen der Umgang mit Filtern und regulären Ausdrücken. cat, cut, tr, wc, grep, more, sort, awk und sed werden teilweise ausführlich, aber nicht immer verständlich behandelt.
Sehr gut werden die Abschnitte dargeboten, die das schrittweise Vorgehen beim Arbeiten mit dem Streameditor sed behandeln. Auch die Einführung in awk lädt den Leser zu Folgeexperimenten ein, obwohl nicht alle dargebotenen Ausdrücke ausreichend erklärt werden und deshalb manchmal nicht ganz leicht nachvollzogen werden können. Am Ende dieses Abschnittes werden die Programme zum Archivieren,  Packen und Entpacken erklärt.
Einem sehr kurzen Kapitel über Arbeiten im Netzwerk, das kaum zur "Netzwerkvirtuosität" des Lesers beiträgt, folgen die Grundlagen zur Programmierung von Shell-Skripten. Alle wichtigen Programmierschritte werden erläutert, die Beispiele aber nicht systematisch entwickelt, sondern aufgesetzt, das heißt, es werden bisher nicht besprochene Sripte verwendet, die dann manipuliert werden. Hat der Leser sich mit diesen Sripten vertraut gemacht, dann wird er gut an die zu manipulierenden SPraxiskurs Unix-Shellkripte herangeführt.
Das Kapitel 12, "Folklore",  ist absolut überflüssig und wird nicht weiter besprochen.

Rezension: Claus Schäfer (15.05.2012)

Berliner Linux User Gruppe e.V.

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Buchrezension: Durchstarten mit HTML5 (31.05.2012)


Mark Pilgrim:  Durchstarten mit HTML5 tl_files/images/buchrezensionen/9783897215719.jpg.jpg

Deutsche Übersetzung von Lars Schulten

O'Reilly Beijing, Cambridge, Köln, Sebastopol, Taipei, Tokio 2009

ISBN 978-3-89721-571-9 EURO 29,90


Das Buch gibt einen guten Überblick, wie die Auszeichnungssprache HTML sich bisher entwickelte und standardisiert wurde, bis hin zum kommenden Standard HTML5. Es zeigt wie man die Unterstützung für die neuen Funktionen im verwendeten Browser abprüfen kann und erklärt deren Bedeutungen. Die reichen von neuen semantischen Elementen und semantischer Auszeichnung mit Mikrodaten, über neue Gliederungs- bzw. Strukturierungsmöglichkeiten in HTML5-Dokumenten über Grafikdarstellung in Canvas-Elementen bis hin zu Web-Videos ohne Flash.
Außerdem werden noch die neuen Formular-Eingabetypen, Offline-Webanwendungen, lokaler Speicher und die Geolocation - API behandelt.
Bei den Audio- und Video-Technologien werden neben technischen, auch lizenzrechtliche Fragen erklärt. Zum transcodieren von Videos werden nicht nur Linux-tools eingesetzt, unter anderem kommen solch ungewöhnliche Lösungen zum Einsatz, wie die Video-Formatumwandlung mittels Browser-Plugin.
Das Buch eignet sich für alle, die schon HTML-Vorkenntnisse haben. Man braucht kein Web-Entwickler zu sein, um es mit Interesse lesen zu können.
Die Mischung aus Text und Markup-Code-Beispielen ist recht gut gelungen. Es ist auch eine gewinnbringende Lektüre für jene, die nur wissen möchten, wie das Internet eigentlich funktioniert. Auch wer das Programmieren von Apps erlernen möchte kann zu diesem Buch greifen.
Der Autor führt bei der Firma Google den Titel ´Developer Advocate´und so gibt es auch in jedem Kapitel Beispiele und Verweise über den Einsatz der neuen Möglichkeiten bei Google. Diese technologischen Eigenentwicklungen der Google-Ingenieure sind zu begrüßen. Es werden aber auch die wichtigen Web-Browser anderer Anbieter bezüglich ihrer HTML5-Unterstützung besprochen. Die Implementierungen der verschiedenen Browser-Hersteller leisten einen wertvollen Beitrag für künftige Standards.
Wer tiefer in die Programmierung einsteigen möchte findet viele Links zu Markup-und Programmbeispielen und zu weiterführenden Online-Ressourcen.

Rezension:   Andreas Glaeser (31.05.2012)

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Buchrezension: DNS und BIND im IPv6 - kurz & gut (20.06.2012)


Cricket Liu: DNS und BIND im IPv6 - kurz & guttl_files/images/buchrezensionen/9783868991802.jpg 


Deutsche Übersetzung von Kathrin Lichtenberg
1. Auflage Februar 2012
ISBN 978-3-86899-180-2
80 Seiten, broschiert
EUR 9.90

Das Taschenbuch selbst richtet sich ausdrücklich an Leser mit guten Vorkenntnissen zu BIND, jedoch werden keine Kenntnisse zu IPv6 vorausgesetzt. Das hinterlässt einen gemischten Eindruck bei mir.

Einerseits wird alles Wichtige und Wissenswerte zu BIND in Verbindung mit IPv6 erklärt: Das ist wirklich gut gelungen. Die Sprache ist dabei klar und verständlich, die aufgeführten Beispiele sind gut und auch ausreichend erklärt. Im Buch wird BIND bis Version 9.8 behandelt - die derzeit aktuelle Version.

Damit wird auch schnell klar, an wen sich dieses Buch richtet: Administratoren, die sich das fehlende Wissen zu IPv6 anlesen wollen. Das gelingt schnell und effektiv.

Damit ist dieses Buch eigentlich nur das fehlende Kapitel zu IPv6 zum Buch "DNS und BIND" des gleichen Autors. Dies ist auch genau mein Kritikpunkt: Die effektiv ca. 50 Seiten (Taschenbuchgröße), die direkt auf BIND eingehen, vermitteln einfach zu wenig Neues, um wirklich als eigenständiges Buch zu glänzen. Es wäre meiner Ansicht nach besser gewesen, eine neue, aktualisierte Auflage von "DNS und BIND" herauszugeben, anstatt mit diesem Buch zu versuchen, aktuelle Inhalte nachzuschieben.

Fazit: Wenn man sich gut im Thema auskennt und nur ein Update zu IPv6 benötigt: Ein gutes Buch.

 

Rezension:   Lutz Willek (20.06.2012)

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Buchrezension: Opensource im Öffentlichen Sektor



Heinrich Fritzlar  Andreas Huber  Alexandra Rudl (Hrsg.)
  OpenSource im Public Sector: günstiger,sicherer,flexibler
-   Was der öffentliche Sektor von dem Zukunftstrend lernen kann


Schriften des Innovators Club - Deutschlandforum Verwaltungsmodernisierung Bd. 3
Verlag Werner Hübsch Boizenburg 1912 ISBN 978-3-86488-013-1
www.opensourcepublicsector.de

Thematisch eingeleitet wird das Buch durch die Herausgeber mit Wozu Open Source im Public Sektor. Sie betrachten dabei WordPress und seine Verbreitung in der "Blogosphäre" für Aufbau und Pflege von Weblogs, das Wikipedia-Lexikon  und Linux, bei letztgenanntem unter besonderer Betonung dessen Siegeszuges bei Servern. Sie begründen die Vorteile von Open Source im öffentlichen Sektor trotz aller Vorbehalte im öffentlichen und politischen Management.

Die Herausgeber haben Abhandlungen und Interviews 26 deutscher und österreicher
Autoren zu einem wichtigen Buch mit drei Hauptthemen zusammengestellt:

  1. Möglichkeiten und Chancen durch Open Source im öffentlichen Sektor
  2. Anwendbarkeit, Dimensionen und Einsparpotenziale von Open Source
  3. Best-Practice-Beispiele aus Verwaltung und Wirtschaft

Es werden behandelt:

  • die Vergrößerung und Pflege der Wissensallmende durch Schaffung von Open Resources durch Zusammenführung von Open Source und Open Data. Dadurch erzeugte gemeinschaftliche Nutzung öffentlicher Daten führt zu einer veränderten Dreiecksbeziehung zwischen Bürgern, Wirtschaft und öffentlicher Hand.
  • das deutliche Nachhinken der Einführung von Open Source im öffentlichen gegenüber dem privatwirtschaftlichen Sektor. Die Ursachen dafür sind:
    • Bedenken gegenüber struktuellen Veränderungen in den Verwaltungen
    • fehlendes Know-How im öffentlichen Management
    • fehlende standartisierte Betriebsabläufe in den öffentlichen Verwaltungen und andererseits das Fehlen kleiner und mittelständiger IT-Unternehmen, die Insellösungen schaffen könnten
    • fehlender politischer Druck auf die öffentliche Verwaltung zur Rationalisierung und zur Schaffung von Bürgernähe.
     
  • Vor- und scheinbare Nachteile der Community gegenüber professionellen Teams werden abgehandelt, sowie Vorteile von open source und open data bei der Schaffung von Buissness Intellgence Systemen gegenüber solchen proprietärer Anbieter eingehend erörtert
  • in einer Studie zur Ökonomie werden Open-Source-Einsatzmodelle mit proprietären verglichen;
    open data sollten sowohl klarschrift- als auch maschinenlesbar sein
  • die Bedeutung von open source für cloud computing im öffentlichen Sektor wird diskutiert
  • vorgestellt werden sieben Beispiele für Open-Source-Anwendungen  in Deutschland und Österreich

    Zusammenfassend - ein wichtiges und intelligentes Buch, dem man nur viele Leser wünschen kann. Alle Abhandlungen sind ausreichend mit wertvollen Literaturzitaten versehen. Leider fehlt für die vielen Abkürzungen und Fachbegriffe ein Glossar, um dieses Buch auch für Nichtfachleute gut lesbar zu machen.

Das Buch ist aber auch ein politisches. Es ist ein Wegweiser und vielleicht ein kleiner Meilenstein auf dem Weg zu einer bürgernahen und wehrhaften Demokratie. Wehrhaft vor allem auch für den einzelnen Bürger.

Buchrezension: Claus Schäfer ( 10.11.2012 )

 

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Rezension: Programmieren von Kopf bis Fuss


Programmieren von Kopf bis Fuß

Paul Berry und David Griffiths
Deutsche Übersetzung von Lars Schulten
1. Auflage April 2010 tl_files/images/buchrezensionen/9783897219922.jpg
ISBN 978-3-89721-992-2
440 Seiten, broschiert
Preis: 39,90 €
Englischsprachige Ausgabe: head first programming


Vorweg: Das Buch bezieht sich zwar auf Python3,  ist aber keine Einführung in Python, sondern vor allem eine Einführung in die Programmierung.


Die Autoren haben eine sehr gute Darstellung gewählt, um dem Anfänger diverse Methoden und Vorgehensweisen näher zu bringen. Da ich in Sachen Programmierung ein absoluter Anfänger bin, habe ich das schon während der Einführung zu schätzen gelernt. Von Anfang an wird immer wieder  auf diverse Probleme hingewiesen, z.B. beim „Pool-Puzzle“, eine Seite auf der man den Programmcode selbst ergänzen kann, um ihn danach mit der Lösung zu vergleichen.


Die grafische Gestaltung, in Form von Abbildungen (z.B. eine Rennbahn für Verzweigungen), hilft dem Leser beim Umsetzen der Programmieraufgaben. Immer wieder taucht die Rubrik „Es gibt keine dummen Fragen auf“, die ausführliche Erklärungen liefert. Hinzu kommen Interviews mit z.B. „String“, man lernt einen Datentypen kennen. Die immer wieder auftauchenden „Kopfnuss“ Fragen bringen den Leser spielerisch an das Thema heran. Damit unterscheidet sich dieses Buch erfreulicherweise deutlich von anderen Werken über das Thema Programmierung. Es gibt Übungsseiten, die man mit Bleistift ausfüllen kann und am Ende des Kapitels findet man einen „Werkzeugkasten“, der das gerade Erlernte noch einmal verdeutlicht. In 10 Kapiteln, die vom einfachen (Deutsche Übersetzung von ausgeben von Text, über das auslesen einer Datenbank, bis zur Programmierung für die grafische Benutzeroberfläche gehen, findet der Anfänger ein umfangreiches Buch mit gut verständlichen Texten.


Bei konsequentem üben (das Buch animiert den Leser zum ausprobieren), kann man innerhalb kurzer Zeit bereits einfache Programme schreiben. Durch die Wahl von Phyton3 lassen sich die Programme auf allen gängigen Plattformen ausführen. Die Autoren erklären ausführlich die jeweiligen Funktionen, sie verweisen auch auf weiterführende Literatur, Beispieldateien können von der im Buch beschriebenen Website bezogen werden.  
Für mich ist es ein rundum gelungenes Buch. Die tolle Visualisierung der Lernphasen und eine zu keiner Zeit langweilige Sprache, haben mir das Thema Programmierung sehr einfach näher gebracht.

Rezension: Ralf Vögtle 19.01.2013 BeLUG e.V 

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SpamAssassin

Schwartz: SpamAssassin
Deutsche Übersetzung von Andreas Bildstein
1. Auflage 248 Seiten
O'REILLY Beijing, Cambridge, Köln, Sebastopol, Taipei, Tokio 2005
ISBN 3-89721-393-1

SPAM im E-MAILE-Verkehr des Internets ist wie Pest und Cholera zugleich für unsere Arbeit. Der SPAM-Filter SpamAssassin,ein Apache Produkt der Software Foundation unter Apache-Lizenz, wurde ein wichtiges Werkzeug zum Schutz vor unerwünschter Software. Davon handelt dieses Buch. Im ersten Teil erläutert der Autor die einzelnen Module des Filters und wie sie zusammenwirken. Es wird erläutert, auf welche Weise zwischen erwünschter und unerwünschter E-mail unterschieden wird.
Im weiteren wird erklärt, an welchen Stellschrauben zu drehen ist, um existierende Regeln anzupassen und wie neue Tests implimentiert werden. Whitelists und Blacklists werden erläutert.
Dann wird das automatisierte Lernen des Systems zur Trennung in Black- und Whitelists unter Anwendung des Bayesschen Theorems erörtert und an ausführlichen Beispielen verständlich dargestellt.
Auf Detailfragen wird dabei kaum eingegangen. Im Weiteren liegt der Schwerpunkt auf der Abstimmung und der Konfiguration der behandelten Methoden.
Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit der Integration von Spamassassin in verschiedene Mailsysteme (Sendmail, Postfix, Qmail und Exim). Hier steht dann aber wirklich nur die Integration im Vordergrund, die Mailserver sind wesentlich komplexer, so das diese in diesen Abschnitten nur gestreift werden können. Im Kapitel 6 (Integration von Spamassassin in Postfix) gibt es nebenbei noch eine Einführung in Amavis, es wird erklärt, wie Spamassassin mit Amavis in Postfix eingebunden und konfiguriert wird.
Abgerundet wird das Buch dann mit dem letzten Kapitel: "SpamAssassin als Proxy einsetzen". Hier geht es darum, wie Spamassassin bei all denjenigen eingesetzt werden kann, die ihre Mails mit einem Pop3-client vom Server abrufen.
Während der erste Teil des Buches Lehrbuchcharakter hat, stellt der zweite Teil eher ein Nachschlagewerk dar, da kaum jemand alle Vefahren gleichzeitig einsetzen wird.
Leider hat es bisher keine Neuauflage des Buches gegeben. Es wird nur eine heute nicht mehr verfügbare Version 2.3 des Spamfilters betrachtet. Aktuell gibt es die Version 3.3.2 von 2011.
Einer künftgen Neuauflage wünsche ich mir einen schneidigeren Titel für ein so wichtiges Buch.

Rezension: Sebastian Andres 10.03.2013

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