Behinderten-Projekt Thikwa
Das Projekt Thikwa hat sich vorgenommen, für einen Behinderten der Theaterwerkstatt Thikwa ein Notebook einzurichten.
Projektteam: Ralf Vögtle, Andreas Meier, Lutz Willek, Jean-Christophe Duberga
Ziel ist:
Sprachausgabe * Erledigt
Nachrüstung eines Touchpanels *Erledigt
Integration einer Bildschirmtastatur, die auch für Menschen mit motorischen Einschränkungen bedienbar ist
Fortsetzung durch das Programm keyspeak, Beta Release wird bereits eingesetzt.
Projektfortschritt
Neue Software - das Programm "keyspeak"
Dezember 2007 - Februar 2008
Schwierigkeiten bei der Bedienung des Gnome Online Keyboards (Gok), veranlassten uns eine neue Software zu schreiben. Eine Bildschirmtastatur die es Andre möglich macht einfach nur zu schreiben. Bei Tastendruck wird der entsprechende Buchstabe vorgelesen, auf Wunsch auch der bereits geschriebene Text. Das Programm "keyspeak" befindet sich noch in einem frühen Stadium, wird aber bereits von Andre mit Begeisterung benuzt. Um möglichst wenige Abhängigkeiten zu haben verwenden wir espeak, das auf allen Plattformen zur Verfügung steht, die Tastatur wird über eine XML-Datei angepasst. Geplant ist eine Speicherung der geschriebenen Texte ohne großen Aufwand, des weiteren die Möglichkeit direkt eine Email zu schreiben. In Kürze werden wir ein Release von keyspeak hier zur Verfügung stellen.
April -Juni 2007
Auf dem Notebook wurde ein Debian-Sid basiertes
Linux (SIDUX) installiert.
Die Partitionen wurden wie folgt
aufgeteilt:
- 512 MB Swap, 30 GB Partition /
- Der Rest wird für Windows XP verwendet.
- Arbeitsoberfläche ist KDE 3.5.x
- WLAN-Karte: Typ: Intel 3945D
Als Sourcen wurden benötigt:
apt-get install
ipw3945-source
cd /usr/src
Weiter ins Verzeichnis der Sourcen wechseln und mittels make und make install installieren.
Als Paket wurden weiterhin benötigt:
Firmware-ipw3945
und ipw3945d
Die Karte wird mit /etc/init.d/ipw3945d start gestartet
Für die Sprachausgabe wurde mbrola ausgewählt. Wir verwendeten zum Installieren ein von Andreas Meier entwickeltes Skript.
Weiterhin wurden ksayit und gok xfonts-100-dpi festival kttsd kdeaccessility libgail-gnome-module libgail-common xserver-xorg-video-all aspell-de wireless-tools wlanssistasistant benötigt.
Ein zweites Notebook wurde via ssh geklont.
Es wurden zuerst zwei Partitionen erstellt. Davon ist die Hauptpartition 31 GB groß, die Swap-Patition 530 MB. Das Ganze wurde mit Hilfe einer Live CD (SIDUX) erstellt.
Auf Notebook 1 wurde die Partition von dem fertigen
System als Source gemountet.
Auf Notebook 2 wurde die leere 31 GB
Partition in /target gemountet.
Auf Notebook 2 wurde sodann der
ssh-Dienst gestartet.
Das Kopieren der Installation von Notebook 1 auf das zweite erledigte dann ein:
tar -c -- /target /| ssh -c blowfish root@192.168.1.1 "cd /; tar / -x"
in etwa 10 Min.
Da das 2. Notebook eine ipw2200 WLAN-Karte besitzt, musste dafür noch die Firmware aus dem Netz geladen werden (http://ipw2200.sf.net, Version 3.0). Entpacken sie das Paket in den Ordner /lib/firmaware .
Vor dem Reboot ist die fstab anzupassen. Nach Installation der einzelnen Pakete wurde ksayit so eingestellt, dass die Texte an das Script /usr/local/bin/say geschickt werden. Dieses Skript liest den Text dann mittels mbrola vor.
Zuletzt muss gok (die Bildschirmtastatur von Gnome) noch konfiguriert werden. Die Größe der Tasten wurde den Wünschen des Nutzers entsprechend eingestellt und mit Kurztasten belegt.
Zur besseren Lesbarkeit wurde die Bildschirmschrift vergrößert.